Das Steuermodell der Grünen

Eine Kernforderung der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist die Nachhaltigkeit. Dies spiegelt sich auch in ihrem Wirtschaftsprogramm sowie ihrem Steuermodell wieder.

Eine Kernforderung der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist die Nachhaltigkeit. Dies spiegelt sich auch in ihrem Wirtschaftsprogramm sowie ihrem Steuermodell wieder.
Schon früh traten die Grünen dafür ein, Infrastrukturmaßnahmen nach ökologischen Kriterien durchzuführen. Durch ökologische Kostenwahrheit sollen Anreize zum Ressourcensparen und Recycling gesetzt werden. Wo dies nicht möglich ist, ist beabsichtigt, durch Energiesteuern und andere Lenkungsinstrumente, wie zum Beispiel der Emissionsrechtehandel, diesen Wandel herbeizuführen. Die Lenkungsfunktion soll dabei der Staat übernehmen, der von den Grünen nicht nur als Mittel zur Wahrung des freien Marktes gesehen wird. Er ist vielmehr notwendiger Bestandteil im sozialen Ausgleich, sowohl innerhalb des Staates als auch in globaler Perspektive. Die aktuelle Finanzkrise, die steigenden Lebensmittelpreise, insbesondere in den ärmsten Ländern, und die globale Erwärmung werden von den Grünen als Folgen der strukturellen Probleme des existierenden Wirtschaftssystems angesehen.